New Years Eve und ein Besuch in Little India

Nicht ganz ausgeschlafen bin ich in den 31.12.2013 gestartet – der Jetlag hängt mir diesmal mehr in den Knochen und nervt ziemlich. Nachts schlafe ich höchstens vier Stunden und träume wirres Zeug, der nächste Tag startet dann nicht gerade erfrischt und ausgeruht… nun ja, das bessert sich sicher noch. #staypositive

Am Silvesterabend haben wir uns alle in Adrianas Wohnung getroffen bzw. in der ihrer Eltern. Ihre Familie ist ebenfalls chinesisch, ein Teil der Familie lebt aber in England, daher sprechen alle ziemlich gutes, britisches Englisch. Mama Chan hatte ordentlich aufgetischt und nach den Rezepten von Jamie Oliver gekocht – ich musste also nicht mit einem Allergieschock rechnen 😉

girls

Anschließend ging es auf die Terrasse, wo Whiskey, Wodka und Gin bereit standen und jede Menge gebastelte Schilder, mit denen Chinesen offensichtlich gerne für Instagram- und Facebookbilder posieren. Schon beim Reinkommen war es ein wenig befremdlich: Über ein Dutzend Chinesen und die Blondies Juliane und ich mittendrin. Ah, und Luciano, der mexikanische Freund von Gerry, einer sehr trinkfesten und unterhaltsamen Chinesin. Es wurde also getrunken, mit und ohne Trinkspiel und geplaudert – die Chinesen waren für unsere Verhältnisse allerdings sehr gesittet … wahrscheinlich weil die „Party“ in einem Elternhaus stattfand. Juliane und ich hatten – sagen wir es so – unseren Spaß. Spätestens nachdem Gerry uns zwang den mitgebrachten Killepitsch aus zu trinken  (sieht man sicher an den angewiderten Gesichtern auf den Bildern). Nach 12 hat dann auch jeder ein Geschenk bekommen, inklusive Juli und mir: Für uns gab es tolle Glitzer-Aufkleber für die Schuhe – die wurden allerdings ziemlich rasch entfremdet. As you may see

asian girls lfs

Die Mädels in dem Kreis hier gehören eher zur Upper Class; man muss sich das ein bisschen vorstellen wie Gossip Girl – nur auf chinesisch. Alle sehen ziemlich gut aus, haben tolle Körper, einen guten Stil und beneidenswerte Klamotten. Alle sehr nett und freundlich, aber auch ein bisschen oberflächlich. Da durften Moet und Veuve Cliquot um 0.o0 Uhr natürlich nicht fehlen … in der Magnum-Version.

chinchin lfsDer 1. Januar 2014 war somit von immensen Kopfschmerzen und einem flauen Magen geprägt, zumindest was mich betrifft. Ich bin wahrscheinlich auch einfach noch nicht ganz angekommen und der Stress ist noch nicht abgebaut, der asienerprobten Juliane ging es verhältnismäßig super.

little india 2

Viel mehr als ein kleiner Ausflug zum Essen abends war daher nicht drin. Dann aber ging es nach LITTLE INDIA – und Piotr, Mama: Wir müssen hin wenn ihr hier seid! Es ist einfach Indien in klein, die Musik, die Gerüche, das Essen, die willkürlichen Verhaltensweisen der Inder – alles same, same but different wie in Delhi, Mumbai und dem Rest von incredible India. Das Essen war wie gewohnt toll – das folgende Übergeben aufgrund von allergischen Reaktionen ging so – aber es war es wert. Das Restaurant liegt über einem Supermarkt, im Dachgeschoss und wir saßen unter einer kitschig-blinkend dekorierten Glaskuppel mit ausschließlich indischen Gästen – mein Herz ist gesprungen vor Freude. Für mich gab es leckeres Butter Chicken in Tomatensud, die traditionelle Jogurtsoße Raita und – mann, habe ich darauf gewartet: einen echten indischen Salat. Heißt: Tomaten, Gurken, Zwiebeln und Karotte in gleich dicke Scheiben geschnitten, geschichtet und eine Limette dazu. Ein Traum. Sie werden es nie lernen, die Inder. Salat ist das schönste Desaster, das Indien zu bieten hat.

little india singapore lfs

indian food singapore lfs

indian salad

Danach ging es nach HOLLAND VILLAGE, auf einen oder zwei Drinks. Der Weißwein hat den Magen beruhigt und kurz danach wurden wir auch schon nach draußen katapultiert – um eins war nämlich Sense. Und nichts da, wir trinken in Ruhe unsere Gläser aus. Hier bekommt man seinen Rest vom Kellner liebevoll in den Plastikbecher gefüllt. Anschließend waren wir noch auf ein Bier im BADEN, der deutschen Kneipe hier. Allerdings bloß, weil das der einzige Laden war, der noch auf hatte. Bei Ciara und Jay Z schmeckte das Weizenbier fast wie im Ballermann in Düsseldorf. Nur der betrunkene Inder, der auch nach Ladenschluss noch auf dem Bauch auf der Bank lag, passte nicht so sehr ins Bild.

erdiger weißbier singaporeMorgen Mittag geht es weiter nach Ho Chi Minh City – ehemals Saigon. Zu den schwimmenden Märkten des Mekong, in vietnamesische Restaurants und ins Lush, in dem an jedem Freitag der HipHop regiert. Ich kann es noch immer nicht ganz glauben, dass Juliane und ich jetzt einfach so viel Zeit haben fremde Welten zu entdecken. Da sprudelt meine Reiseherz über vor Vorfreude. In dem Sinne: Hear you soon! Greetings from Singapore!