Paradiesische Strände auf den Thai-Inseln

Ich weiß, ich war ein bisschen untreu – aber das Wasser war zu klar, die Strände zu paradiesisch und die Temperaturen eindeutig zu heiß, um mich an den PC zu setzen. Außerdem verabschiedet sich das Internet von Zeit zu Zeit: Es gab also mehr als einen Grund euch nicht auf dem Laufenden zu halten.Thai massage Koh SamuiKoh Samui war traumhaft, aber sehr touristisch, vor allem abends. Juli und ich haben uns einen Abend tatsächlich ins Nachtleben getraut, allerdings wie es sich für uns Omas gehört brav schon um 20 Uhr und per pedes in den Partyort (um Taxigeld zu sparen). Ein paar Drinks hier, ein kleiner Snack da und um 23 Uhr ins Green Mango, den In-Club der Insel. In war vor allem, dass wir nach zwei Stunden den Heimweg angetreten haben. Die versoffenen Briten, angeschwipsten Asiaten und prolligen Deutschen waren eher geht-so in. Brav um zwei im Bett hat uns das dann auch gereicht an Party-Experience à la Mallorca. Koh Samui ist wirklich schön, das Wasser 26 Grad, der Sand weiß und feinkörnig, aber die Insel ist eben auch schon von Pauschaltouristen erschlossen und mutet deswegen ein bisschen an wie Mallorca oder Ibiza – nur schöner. Belohnt wurden wir dann auf Koh Tao: Tourismus, aber in seiner schöneren Form. Braungebrannte Taucher mit blondem, gekräuseltem Haupthaar und tollen Bodies, kleine Backpacker-Cafés und Bars und familiäre Parties in kleinen Taucher-Bars. Das Meer: UNBESCHREIBLICH. Ich habe so etwas noch nie gesehen, nicht in Goa, nicht auf Zakynthos – nirgends. Das Wasser ist türkisblau, 28 Grad und der Sand rinnt sanft zwischen Fingern und Zehen hindurch.Sairee Beachview Koh Tao

Sairee Beach Koh TaoHier hatten wir Betten in einem Dorm: Schöne Jugendherbergsstimmung, aber sauber und angenehm, in direkter Nähe zu unserer neuen Lieblingsbar Samatha. Dort konnte man sich im Sichtbetonbau leckere Weißweine schmecken lassen und nebenan ein paar Hipster-Klamotten shoppen, wie es sie sonst auf Koh Tao nirgends gibt. Tagsüber haben wir in der Sonne gebrutzelt und nachts ein bisschen mit den Füßen im Sand, einem Glas kühlem Weißwein in der Hand den Feuerkünstlern zugeguckt und später ein paar Runden das berühmt-berüchtigte Tanzbein in einer kleinen Bar geschwungen. Und ja! Wir haben es getan! Juliane und ich! Zum ersten Mal. Wir haben aus einem Eimer getrunken. Das heißt hier Bucket, beinhaltet Longdrinks und wurde uns von einem deutschen Tauchlehrer spendiert, nachdem der gehört hatte, dass wir eben diesen Akt noch nie vollzogen hatten. Und es war wie vermutete: Man fühlt sich ein bisschen wie 17 und wie mitten in Cala Ratatata. Bis auf die Tauchadonisse und Menschen in unserem Alter drum herum. Man trinkt und es schmeckt, aber man schämt sich eben auch ein bisschen. Das wäre mit 17 vermutlich anders.Thai islandsDas Essen hier ist super: Jeden Tag leckere Curries mit Shrimps, Hähnchen, Meeresfrüchten oder Gemüse, Papayasalat oder andere Salate und leckere Sandwiches, Müslis, Suppen und Pfannkuchen zum Frühstück. Und das alles zu Spottpreisen: Wenn wir richtig geschlemmt haben, mit Vorspeise und Getränken, sind das so 2,50 Euro pro Person. Hach ja, das sollte es überall geben.Green Curry Thailand

Thai Salad

Sandwich Thai Islands

Mittlerweile sind wir auf Koh Phangan, der mittleren der drei Inseln. Das Wetter ist nach wie vor Bombe und die Bucht in der wir residieren, könnte schöner nicht sein. Klares, warmes Wasser, Palmen, nur ein paar kleine Restaurants und wenig Touristen. Unser Hostel kostet sage und schreibe 5 Euro die Nacht p.P (das ist leider bisher das einzig günstige auf unserer Reise und wenn es so weiter geht, muss ich nach meiner Rückkehr wahrscheinlich meine Wohnung aufgeben und wieder nach Hause ziehen, so pleite bin ich) und wird von ein paar mürrischen Burmesen geleitet, die sich das Internet pro Minute bezahlen lassen – Klopapierrolle gibt es auch nur eine pro Zimmer 😀 Aber davon lassen wir uns natürlich nicht die Stimmung vermiesen. Gestern Abend um zehn, haben wir uns direkt am Meer ein Massage gegönnt – ich Öl, Juliane Thai (sie hat ein bisschen gestöhnt und wenn ich rüber geschaut habe, auch ziemlich das Gesicht verzogen. Am Schluss war es dann aber doch ganz schön, denke ich. Ich bin danach in Trance die Treppe runtergefallen – praktisch aus dem Massageteil raus und hab mir beide Füße blutig geschlagen).

Heute steht alles im Zeichen der Organisation. Nach den Thai-Inseln, wollen wir es nämlich doch nach Kambodscha wagen – zumindest nach Ankor Wat. Das wird offensichtlich nicht nur kosten, sondern auch zeitintensiv, inkl. zehn Stunden Busfahrt. Nun ist das aber vergessen und wir schauen voller Spannung auf heute Abend, denn da heißt es „ab zur weltberühmten Vollmondparty in Haad Rin“. Ja, es wird überlaufen und ja, wahrscheinlich nicht übermäßig kultiviert. Aber wir sind hier und dieses Happening ist nun mal heute Abend, also ab geht’s, auf geht’s, drei Tage wach. Natürlich lassen wir alle Wertsachen hier, und nein, Mama, Papa, und Julianes Mama, Papa (hallo unbekannterweise), wir nehmen auch keine Drogen und trinken nicht aus fremden Eimern. (Wir wünschten Opa Josefs Schlehenschnaps wäre hier. Dann wären wir auf der sicheren Seite). Ich berichte morgen oder übermorgen mehr. In dem Sinne: Passt auf euch auf, uns kann nichts passieren, Autos sehen uns aufgrund der ganzen Neonfarbe auf unseren wohlgeformten Körpern 😉

 

2 Comments Paradiesische Strände auf den Thai-Inseln

  1. Martin Schicht 20. Februar 2014 at 13:30

    Hallo Frau Merken, grüßen Sie mir meine zweite Heimat… ich verfolge die Reiseberichte und bin hin und weg von den schönen Beschreibungen. Eine schöne Zeit in Asien! Martin Schicht

    1. aline 23. Februar 2014 at 5:11

      Hallo Herr Schicht, vielen Dank für den netten Kommentar!
      Mich treibt es in 12 Tagen wieder nach Thailand. Es freut mich, dass sie meinen Blog verfolgen!
      Beste Grüße aus Singapur
      Maren Merken

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