Singapur: Always fly, always nice

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Singapur war wie bereits erwähnt unsere Basis und es hat uns immer wieder dort hin verschlagen. Außerdem war es Treffpunkt Nummer eins, so habe ich mich dort auch mit Piotr getroffen – Deutschentreffen in Asien praktisch: Meine Mutter, Piotr, Juli und ich mitten im Großstadtdschungel von SP. Wer schon dort war kennt all die beeindruckenden Wolkenkratzer und die Skyline und meine Mutter, die eher Anti-Großstadt und Pro-Walachhei ist, war anfangs glaube ich sehr skeptisch. Nachdem ich sie dann aber durch Little India mit seinen hektischen, blinkenden Leuchtreklamen, durch Chinatown mit den vielen Ramsch-Läden und farbenfrohen Lampions und durchs arabische Viertel mit der pulsierenden Arab Street, leckeren libanesischen Restaurants und Kopftuchboutiquen geführt habe, schien sie sich in Singapur doch recht wohl zu fühlen. Mutter in der großen Ferne, das hat mir richtig das Herz erfüllt.

LittleIndia_SP_lfs

Wir haben es uns natürlich grundsätzlich ganz gut gehen lassen: Mit leckerem Essen beim Inder, einem Gläschen Weißwein am Flussufer, Schokoeiscreme aus dem Seveneleven und kühlem Bier aus dem Supermarkt (überall sonst ist das nämlich nicht besonders preisgünstig und bei 4,5 Sin Dollar im Supermarkt musste ich auch schon ziemlich schlucken.). Auch ohne Shoppingerlebnis ist Singapur toll, beim Stromern durch die vielen Straßen und Viertel taucht man in verschiedene Welten ein und lernt so viele Ethnien und Lebensformen kennen, das man das Gefühl erlangt, man habe gleich mehrere Kontinente bereist und nicht nur einen kleinen Stadtstaat südlich von Malaysia.

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Singapur hat natürlich nicht nur Häuser, sondern auch einen tollen botanischen Garten und den schönen, künstlich angelegten Park hinter dem Marina Bay Sands, in dem man für ein bisschen Bares auch oben auf den „Drahtbäumen“ und deren Verbindungsbrücken herumlaufen darf und ganz viel Singapur von oben sehen kann. Es war ordentlich heiß in der Stadt, vor allem im Hinblick darauf, dass man eben nicht einfach irgendwo rein springen und sich abkühlen kann. Aber ein Gläschen Weißwein oder ein kühles Bier taten in dem Fall auch ihren Dienst, wie bereits erwähnt leider auf Kosten des Portemonnaies. Mann, mann, Singapur ist so unglaublich teuer, dass ich nicht wissen möchte wie viel ich von meinem Gesamtbudget anteilig dort gelassen habe, und das, obwohl wir brav auf die Moneten geachtet haben.

Botanical Gardens_SP_lfs

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Natürlich (NATÜRLICH!!!) konnten wir es uns nicht nehmen lassen, auch aufs Dach des Marina Bay Sands hochzufahren (ja, das mit dem Infinitypool). Der Ausblick ist atemberaubend, die Preise für Drinks leider auch. Wer bei ’nem Cocktail für knapp 17 Euro und ’nem simplen Bier für 12,60 Euro nicht ins Stocken gerät, der hat es definitiv geschafft und brauchst sich über finanzielle Dinge keine Sorgen mehr machen. Dios mio, ich hab da mal aus Protest einfach nichts getrunken und nur die Aussicht genossen. Wie ihr seht, Geld haben ist hier ein Riesending – während ich dort war, wurde Singapur erneut zur teuersten Stadt der Welt ernannt.

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Nach meiner unglaublich erschreckenden Hotpot-Erfahrung mit den teilweise noch lebendigen Garnelen, konnte ich es mir natürlich nicht verkneifen auch mit Piotr und meiner Mutter einen Hotpot-Abend zu genießen. Allerdings gings diesmal in ein anderes Restaurant, dementsprechend waren alle Zutaten, die normalerweise kreuchen und fleuchen, mausetot und auf Eis. Also kein Herzinfarkt für Dagmar und Piotr, dafür leckeres Essen für uns alle fünf an einem verboten kleinen Tisch mit Mini-Stühlen – ganz so wie es sich für die Chinesen gehört. Außerdem war alles All-You-Can-Eat, so ist auch Piotr endlich einmal satt geworden 😉

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Essen und trinken haben ja generell einen großen Anteil der gesamten Reise ausgemacht, so gibt es einige Fotos von uns mit Gläschen und Tellerchen; aber keine Angst: Das asiatische Essen hat uns allen gut getan und dafür gesorgt, dass die ein oder anderen Pfunde gepurzelt sind. Mit Schrecken wird mir jedoch klar, dass es in Deutschland nicht mehr möglich sein wird, nach Lust und Laune zwei- bis dreimal am Tag essen zu gehen … da muss ich dann wohl wieder hinter den Herd (ist aber eigentlich auch etwas auf das man sich freut!).